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	<title>Ev. Paulus-Kirchengemeinde Tempelhof &#187; Zum Geleit</title>
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		<title>Zum Geleit</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 05:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zum Geleit]]></category>

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		<description><![CDATA[Alles ist erlaubt – ist das nicht toll? Du musst machen, was du willst! Das klingt fast, als sei der Apostel Paulus der Vorreiter der
antiautorit&#228;ren Erziehung. Nur, wie meistens im Leben, gibt es auch hier Einschr&#228;nkungen. Alles ist erlaubt, aber &#252;berlege dir, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Spruch f&#252;r den Monat Februar:<br />
Alles ist erlaubt – aber nicht alles n&#252;tzt.<br />
Alles ist erlaubt – aber nicht alles baut auf.<br />
Denkt dabei nicht an euch selbst,<br />
sondern an die anderen.<br />
<em>1. Korinther 10,23-24</em><br />
&nbsp;<br />
<a href="http://www.paulus-kirchengemeinde-tempelhof.de/wp-content/uploads/2012/01/Zum-Geleit-02-2012.jpg" rel="lightbox[2338]"><img src="http://www.paulus-kirchengemeinde-tempelhof.de/wp-content/uploads/2012/01/Zum-Geleit-02-2012-300x231.jpg" alt="" title="Zum Geleit 02-2012" width="300" height="231" class="aligncenter size-medium wp-image-2341" /></a><br />
&nbsp;</p>
<p>Liebe Leserin, lieber Leser!</p>
<p>Alles ist erlaubt – ist das nicht toll? Du musst machen, was du willst! Das klingt fast, als sei der Apostel Paulus der Vorreiter der antiautorit&#228;ren Erziehung. Nur, wie meistens im Leben, gibt es auch hier Einschr&#228;nkungen. Alles ist erlaubt, aber &#252;berlege dir, ob es gut ist f&#252;r dich, f&#252;r die Gemeinde, f&#252;r andere.</p>
<p>Mir f&#228;llt dazu ein Witz ein, der aus den 70er Jahren stammt: Da sitzt ein Student in der U-Bahn. Am Platz der Luftbr&#252;cke steigt eine Mutter<br />
mit ihrem kleinen Sohn ein. Der Junge tobt durch den Wagen, trampelt &#252;ber die B&#228;nke, wobei er sich von den Beinen der dort Sitzenden nicht st&#246;ren l&#228;sst. Eine Frau wendet sich an die Mutter und fragt: „Wollen Sie Ihren Sohn nicht mal z&#252;geln?“ Die Mutter erwidert: „Mein Sascha darf das. Er ist antiautorit&#228;r erzogen worden!“ So tyrannisiert der Spr&#246;ssling weiter die Fahrg&#228;ste. Kurz vor der Haltestelle Hallesches Tor steht der Student auf, um auszusteigen. Aber vorher baut er sich noch vor der Mutter auf, spuckt ihr mitten ins Gesicht und sagt: „Ich auch!“</p>
<p>Alles ist erlaubt – aber denkt dabei nicht an euch selbst, sondern an die anderen. Mein Freiraum endet also am Freiraum der anderen.<br />
Eigentlich doch logisch. Oder? Nur, welches Ausma&#223; darf ich meinem Freiraum zumessen, welches die anderen? Eine Frage, die sicher nicht immer einfach zu beantworten ist.</p>
<p>Paulus hatte es leichter. Bei ihm ging es um ein sehr konkretes Problem: Wenn ich zum Essen eingeladen werde und es kommt Fleisch von<br />
G&#246;tzenopfern auf den Tisch, darf ich das essen oder nicht? Paulus entscheidet salomonisch: Wenn dir keiner gesagt hat, dass es von G&#246;tzenopfern stammt, iss unbeschwert. Weist dich aber jemand darauf hin, dann iss es nicht – auf diese<br />
Weise belastest du nicht das Gewissen dessen, der dir den Hinweis gegeben hat. Die Antwort des Paulus ist zwiesp&#228;ltig. Der Esser soll nicht nachforschen, woher das Fleisch stammt, sondern nur auf den ausdr&#252;cklichen Hinweis reagieren.</p>
<p>G&#246;tzenopferfleisch scheint heute nicht mehr unser Problem zu sein. Aber wie steht es z. B. mit Fleisch aus absolut nicht artgerechter<br />
Haltung? Kaufen Sie es, wenn die Verk&#228;uferin Sie ausdr&#252;cklich darauf hinweist, dass das Tier eng zusammengepfercht mit anderen leben musste? Wurde da nicht das Tier dem Gott Mammon geopfert? Brauchen wir da heute auch nicht selbst nachzuforschen? Fragen, die Sie nur f&#252;r sich selbst beantworten k&#246;nnen.</p>
<p>Aber nun von Speiseregeln, korrekter Tierhaltung oder Vegetariertum, fairem Handel etc. abgesehen, geht es dar&#252;ber hinaus um den ganz<br />
allt&#228;glichen Umgang mit anderen Menschen. Auch daf&#252;r gilt: Alles ist erlaubt – sofern es weder anderen noch dir schadet. Dann kann alles, wie Paulus sagt, zur Ehre Gottes geschehen.</p>
<p>Damit gr&#252;&#223;t Sie herzlich</p>
<p>Ihre Birgit Gerritzmann</p>
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		<title>Zum Geleit</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 05:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zum Geleit]]></category>

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		<description><![CDATA[Jahreslosung 2012: <strong>Jesus Christus spricht: „Meine Kraft ist in den Schwachen m&#228;chtig.“</strong>
(2. Korinther 12,9)
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.paulus-kirchengemeinde-tempelhof.de/wp-content/uploads/2011/11/Jahreslosung-2012.gif" rel="lightbox[2188]"><img src="http://www.paulus-kirchengemeinde-tempelhof.de/wp-content/uploads/2011/11/Jahreslosung-2012-1024x489.gif" alt="Jahreslosung 2012" title="Jahreslosung 2012" width="100%" height="100%" class="aligncenter size-large wp-image-2194" /></a></p>
<p>Liebe Leserin, lieber Leser!<br />
Nach Beerdigungsgespr&#228;chen und vor Trauerfeiern w&#252;nsche ich den Hinterbliebenen oft viel Kraft f&#252;r das, was nun auf sie zukommt. Meistens kommt die Antwort: „Die kann ich wirklich gebrauchen!“</p>
<p>Besonders viel Kraft brauchen wir besonders dann, wenn Situationen sich ver&#228;ndern, wenn etwas Neues auf uns zukommt. Wenn sich etwa das Leben ver&#228;ndert durch den Verlust eines lieben Menschen. Oder auch, wenn ein neues Jahr mit noch v&#246;llig unbekannten Ereignissen und Anforderungen auf uns zukommt.</p>
<p>Sicher, wir wissen auch sonst nie, was der kommende Tag, die neue Woche bringen wird. Doch dem Datum 31. Dezember bzw. 1. Januar wird au&#223;erordentliche Bedeutung beigemessen. Besondere Feiern, Feuerwerke und Knaller, um die b&#246;sen Geister zu vertreiben, ein Gottesdienst am Altjahresabend. Dazu sind im Vorfeld die Zeitungen und Zeitschriften voller als sonst mit Horoskopen.</p>
<p>Die Jahreslosung ist kein Horoskop. Aus ihr bekommen wir keine Ausk&#252;nfte &#252;ber die m&#246;glichen Ereignisse des neuen Jahres. Sie will uns einfach Mut machen f&#252;r das neue Jahr. Sie nennt eine Kraftquelle f&#252;r alles, was kommen mag. Jesus Christus spricht: „Meine Kraft ist in den Schwachen m&#228;chtig.“</p>
<p>Die Jahreslosung mag f&#252;r die Schwachen tr&#246;stlich sein, doch was ist mit denen, die stark sind? Brauchen die Jesus Christus und seine Kraft nicht? Oder will er mit den Starken nichts zu tun haben? K&#246;nnte sein. Schlie&#223;lich lesen wir in den Evangelien mehr davon, dass er die Gesellschaft von Schwachen, Kranken und Armen suchte. Zusammen mit Reichen und Einflussreichen finden wir ihn eher selten.</p>
<p>Dabei m&#246;chte doch heute jede und jeder reich, einflussreich und stark sein. Schw&#228;che zeigen, ein „Loser“, gar ein Opfer sein, das ist ja nun absolut nicht cool! War es vermutlich noch nie. Deshalb wurden die ersten Christinnen und Christen auch ausgelacht und sogar verfolgt, weil sie glaubten, dass sich Gott mit einem schwachen Menschen, einem Opfer der r&#246;mischen Justiz aufs Engste verbunden hatte.</p>
<p>Ja, Jesus war schwach, war selbst ein „Loser“ und Opfer, doch Gottes Kraft war so m&#228;chtig in ihm, dass er auferstand. Diese Kraft kann deshalb von ihm auf uns &#252;bergehen.</p>
<p>Was sind Sie? Sind Sie stark oder schwach? Was brauchen Sie? Ich jedenfalls hoffe, dass die Kraft Gottes durch Jesus Christus auch im neuen Jahr in mir m&#228;chtig ist.</p>
<p>Gottes Segen f&#252;r das neue Jahr w&#252;nscht Ihnen</p>
<p>Ihre Pfarrerin Birgit Gerritzmann.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Zum Geleit</title>
		<link>http://www.paulus-kirchengemeinde-tempelhof.de/zum-geleit/10-2011/zum-geleit-4</link>
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		<pubDate>Sat, 01 Oct 2011 04:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zum Geleit]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Sommer ist vor&#252;ber. Der Sommer? Viele sagen zu Recht: Das war kein Sommer. Viel zu nass; viel zu kalt; viel zu wechselhaft. Dennoch: Viele haben ihren Urlaub genossen. Nicht jeder hat &#252;ber das Wetter geklagt. Wir h&#228;tten es eh nicht &#228;ndern k&#246;nnen. Hoffen wir mal, dass es im n&#228;chsten Jahr einen w&#228;rmeren Sommer gibt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><P>Der Sommer ist vor&#252;ber. Der Sommer? Viele sagen zu Recht: Das war kein Sommer. Viel zu nass; viel zu kalt; viel zu wechselhaft. Dennoch: Viele haben ihren Urlaub genossen. Nicht jeder hat &#252;ber das Wetter geklagt. Wir h&#228;tten es eh nicht &#228;ndern k&#246;nnen. Hoffen wir mal, dass es im n&#228;chsten Jahr einen w&#228;rmeren Sommer gibt. Inzwischen ist l&#228;ngst der Herbst da und die letzten drei Monate des Jahres haben begonnen. Wie schnell doch die Zeit vergeht.</p>
<p><P>Ist dies eine Frage des Alters? Oder liegt es an der F&#252;lle der t&#228;glichen Arbeit, die uns die einzelnen Tage nicht mehr recht wahrnehmen l&#228;sst? Psalm 90 f&#228;llt mir ein: <em>Unser Leben w&#228;hrt 70 Jahre und wenn‘s hoch kommt, so sind’s 80 Jahre , und was daran k&#246;stlich scheint, ist doch nur vergebliche M&#252;he, denn es f&#228;hrt schnell dahin, als fl&#246;gen wir davon.</em> </p>
<p>Nun, Menschen werden oft 90 oder mehr Jahre. Wer mit 70 geht, von dem sagen wir: Er ist viel zu fr&#252;h verstorben. Nein, es ist nicht das Alter allein, an das mich der 90. Psalm erinnert. Es ist das Bild vom Fliegen. Das Leben erinnert an einen Vogel, der erst langsam nach dem Schl&#252;pfen in seinem Nest gro&#223; und gr&#246;&#223;er wird – und eines Tages losfliegt; jeden Tag ein bisschen weiter. Und schneller. Er ist kaum aufzuhalten; mal hier, mal dort. Wie ein Vogel fliegt die Zeit dahin. Oder wie der Sand in einer Sanduhr, die dem durchrieselnden Sand nichts entgegenzusetzen hat. Die Zeit fliegt. Auch ein Jahr fliegt vor&#252;ber. Schon Ende Juli gab es in manchen Buchl&#228;den mehr Jahreskalender 2012, als es in ein paar Wochen der Fall sein wird. Und vielleicht haben Sie auch schon Karten f&#252;r Silvester bestellt oder sind sich dar&#252;ber im Klaren, wen sie dann einladen werden. Die Zeit fliegt; fliegt mit uns davon. Wir k&#246;nnen sie nicht aufhalten, auch wenn wir die Batterie aus der Uhr nehmen w&#252;rden. Und ehrlicherweise muss man sagen: Gegen die vergehende Zeit kann man nichts tun. Aber wir k&#246;nnen etwas anderes tun: N&#228;mlich all das, was wir in den zur&#252;ckliegenden Monaten und Wochen erlebt und erfahren haben, nicht nur in der Vergangenheit belassen, sondern in die Gegenwart holen. Indem wir erz&#228;hlen; uns Fotos anschauen; Briefe oder Ansichtskarten noch einmal lesen. Vielleicht nehmen wir auch noch einmal das Buch zur Hand, das wir uns im Sommer gekauft haben, oder kleiden uns mit den Dingen, die wir in der letzten Zeit erstanden haben. Dann werden wir feststellen: Eigentlich haben wir doch eine ganze Menge erlebt! Die Zeit ist zwar schnell vergangen, als fl&#246;gen wir davon, aber sie hat uns auch eine Menge an Sch&#246;nem (oder auch Traurigem?) beschert. Wir haben vielleicht Menschen ‚gewonnen‘, andere ‚verloren‘. Wir haben viel gesehen, haben vielleicht neu angefangen oder haben etwas gewagt, was noch vor Monaten eher unwahrscheinlich aussah. Ging es uns nicht gut? Darum lasst uns vor die Klage, wie schnell doch die Zeit vergeht, das Staunen setzen. Das Staunen dar&#252;ber, wie reich Zeit ist. Egal, ob sie nun rasant schnell oder kriechend langsam vergeht. </p>
<p>In diesem Sinne w&#252;nsche ich uns allen nicht nur einen dankbaren R&#252;ckblick, sondern auch eine gro&#223;e Portion Gelassenheit, wenn wir nach vorn schauen. Stimmt: In wenigen Wochen ist Advent. Na und? Heute ist der Tag, den Gott f&#252;r uns gemacht hat. Heute wollen wir ihn leben und so gestalten, wie wir es gerne m&#246;chten. Auch ein fliegender Vogel setzt sich gerne mal auf einen Ast und ruht sich aus. Halten wir es doch ebenso. Einfach mal innehalten und sehen, was um uns herum geschieht und was die Zeit aus uns macht. Gott schenke uns allen erf&#252;llte und reiche Tage. Vers 14 aus Psalm 90:</P></p>
<p><em>F&#252;lle uns, Gott, fr&#252;h mit deiner Gnade, so wollen wir dich r&#252;hmen und fr&#246;hlich sein unser Leben lang.</em> Das w&#252;nscht Ihnen Ihr<br />
<em>Hartmut  Hochbaum</em> </span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Zum Geleit</title>
		<link>http://www.paulus-kirchengemeinde-tempelhof.de/zum-geleit/08-2011/zum-geleit-3</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Aug 2011 16:55:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zum Geleit]]></category>

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		<description><![CDATA[Jesus spricht:
Bittet, so wird euch gegeben; 
sucht, so werdet ihr finden;
klopft an, so wird euch aufgetan.
So, liebe Leserin, lieber Leser, lautet der Spruch des Monats August.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></p>
<div id="attachment_1724" class="wp-caption alignright" style="width: 185px"><a href="http://www.paulus-kirchengemeinde-tempelhof.de/wp-content/uploads/2011/08/2011-08-Zum-Geleit.jpg" rel="lightbox[1725]"><img class="size-medium wp-image-1724" title="Zum Geleit" src="http://www.paulus-kirchengemeinde-tempelhof.de/wp-content/uploads/2011/08/2011-08-Zum-Geleit-175x300.jpg" alt="Zum Geleit" width="175" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Jesus spricht: Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan.</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></p>
<p>So, <em>liebe Leserin, lieber Leser,</em></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></p>
<p>lautet der Spruch des Monats August. Nachzulesen ist er im 7. Kapitel des Matth&#228;usevangeliums, Vers 7. Es ist ein Kapitel, in dem Jesus denen, die ihm zuh&#246;ren, eine ganze Reihe von Anweisungen oder auch einfach guten Ratschl&#228;gen gibt.</p>
<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></p>
<p>Wie Sie sich denken k&#246;nnen, ist Gott der Adressat der Bitten, Gott soll gesucht werden, bei Gott soll angeklopft werden. Die Frage muss jedoch erlaubt sein: Stimmt das, was Jesus da verspricht?</p>
<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></p>
<p>Machen wir die Probe aufs Exempel: Familie Schulze verbringt die Ferien auf einem Bauernhof in Bayern. Sie freuen sich &#252;ber das sch&#246;ne Wetter, besonders T&#246;chterchen Luise betet jeden Abend zum lieben Gott, dass auch am n&#228;chsten Tag die Sonne wieder scheint. Die Bauersleute dagegen bitten Gott jeden Tag um Regen, damit ihnen nicht die Pflanzen verdorren. Wessen Bitte soll Gott nun erh&#246;ren?</p>
<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></p>
<p>Wichtiger ist ganz offensichtlich die der Bauersleute. Da geht es um die Existenz, bei den anderen nur um sch&#246;ne Ferien. M&#246;glicherweise geht es aber bei beiden Familien um das Vertrauen zu Gott. Regnet es, trauen die einen der Zusage „bittet, so wird euch gegeben“ nicht mehr. Scheint die Sonne, dann die anderen.</p>
<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></p>
<p>Andererseits l&#228;sst sich fragen, ob in dem Fall nicht alle die Verhei&#223;ung Jesu falsch verstanden haben. Mir kommt es so vor, als w&#252;rde Gott hier zu einem „Erh&#246;rungsautomaten“ – Bitte oben rein, Erf&#252;llung unten raus. So funktioniert es aber nicht. Au&#223;erdem wird &#252;bersehen, dass die drei Verhei&#223;ungen zusammen geh&#246;ren. Wer darum bittet, auf seiner Suche nach Gott erfolgreich zu sein und bei Gott eine offene T&#252;r zu finden, dem verspricht Jesus Gelingen.</p>
<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></p>
<p>Nat&#252;rlich kann Gott auch andere Bitten erh&#246;ren. Daf&#252;r finden wir einige Beispiele in der Bibel: Abrahams Bitten, dass Gott Sodom und Gomorrha verschont, wenn dort 10 Gerechte wohnten, wurde erh&#246;rt – leider gab es die 10 Gerechten nicht; Sarah und Abraham bekamen noch ein Kind; Hannah wurde derselbe Wunsch erf&#252;llt.</p>
<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></p>
<p>Dreh- und Angelpunkt ist dabei immer, dass der Wille Gottes und der des Menschen &#252;bereinstimmen. Von daher gilt immer die Bitte aus dem Vaterunser: Dein Wille geschehe. Dann kann es uns passieren, dass sich uns ganz neue Perspektiven, ganz neue T&#252;ren &#246;ffnen. Zu Gott und in unserem Leben. Von daher kann sich Vertrauen auf die Verhei&#223;ungen Jesu lohnen.</p>
<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></p>
<p>Vertrauensvolle und sch&#246;ne Sommertage w&#252;nscht Ihnen</p>
<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></p>
<p>Ihre Pfn. <em>Birgit Gerritzmann</em></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Zum Geleit</title>
		<link>http://www.paulus-kirchengemeinde-tempelhof.de/zum-geleit/06-2011/zum-geleit-2</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Jun 2011 09:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zum Geleit]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus dem Gemeindebrief Juni/Juli 2011 ....]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Staunen Sie auch &#252;ber die Tatsache</strong>, dass schon wieder die H&#228;lfte des Jahres vor&#252;ber ist? Man m&#246;chte fragen: Wo bleibt eigentlich die Zeit? War nicht gerade erst…..? Dabei dauern die Tage, Wochen und Monate heute genau so lange, wie fr&#252;her. Vielleicht liegt ja unser ver&#228;ndertes Zeitgef&#252;hl daran, dass es immer mehr Dinge werden, mit denen wir uns tagt&#228;glich auseinanderzusetzen haben. Vieles dringt auf uns ein: Berufliche Herausforderungen, politische Ereignisse, kl&#228;rende Gespr&#228;che hier und dort, Rennereien von A nach B, B&#252;rokratie, &#196;rger mit….., private Geschichten u.v.a.<br />
Da vergehen so manche Tage in der Tat wie im Fluge. Und das unabh&#228;ngig vom Alter. Ist es da ein Wunder, dass viele Menschen sagen: Am Wochenende wird ausgespannt? Da m&#246;chte man Zeit haben f&#252;r sich, f&#252;r die Familie oder f&#252;r eine schon lange f&#228;llige Einladung. Und so werden auch freie Tage gerne genutzt, um rauszufahren oder gar Kurzurlaube zu machen. Erst recht, wenn sch&#246;nes oder gar sommerliches Wetter lockt. Dann sind auch die Sonntagsgottesdienste leerer. Und dass die kirchlichen Feiertage besonders stark besucht werden, ist – bis auf Heiligabend und Weihnachten – auch nicht mehr der Fall. Das mag ein bisschen traurig stimmen, aber kein Grund zur Klage sein. Auch wenn man vielleicht zu Recht argumentieren m&#246;chte, dass man doch nicht jeden Sonntag ‚auf Achse‘ sein oder unbedingt ausschlafen muss. Nun, die Situation wird sich wohl kaum &#228;ndern, wenn wir lauter f&#252;r unsere Gottesdienste werben.<br />
Die Menschen entscheiden nicht nach Lautst&#228;rke, sondern entsprechend ihren W&#252;nschen. Aber vielleicht lassen sich unsere Gottesdienste, vor allem in den Sommermonaten, interessanter und vielseitiger gestalten! Warum nicht thematische Schwerpunkte setzen? Gestalterische Ver&#228;nderungen! Mehr Familiengottesdienste! Gottesdienste im Freien! Sagen Sie doch uns, was SIE sich w&#252;nschen! Und vielleicht lie&#223;en sich statt Umfragen auch bestimmte Vorhaben miteinander umsetzen? Die Sommerwochen k&#246;nnten ja auch mal dazu dienen, sich Gottesdienste an anderen Orten bzw. in anderen Gemeinden anzuschauen! Das kann total interessant sein. Ja, nehmen Sie sich doch mal DAF&#220;R Zeit und schauen sonntags woanders rein! Man mag dies im Urlaub tun oder auch, wenn man in der Stadt bleibt. Vielleicht bringen Sie dann Ideen mit, die auch uns in unserer Gemeinde gut tun w&#252;rden. Doch auch dann, wenn Sie den Sommer vor&#252;berziehen lassen, ohne woanders (oder in der eigenen Gemeinde) zum Gottesdienst zu gehen, sollen und d&#252;rfen Sie wissen: Gott wird Sie begleiten. Er macht keinen Urlaub. Er wird an Ihrer Seite sein und Sie nicht aus den Augen verlieren – ganz gleich, wo Sie sich befinden. Und sollten Sie zu Hause oder an Ihrem Urlaubsort irgendwo Glocken l&#228;uten h&#246;ren, dann m&#246;gen Sie sich erinnern: Unsere Zeit steht in Gottes H&#228;nden. Gesegnete, erholsame Sommerwochen w&#252;nscht Ihnen Ihr<br />
Hartmut Hochbaum</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zum Geleit</title>
		<link>http://www.paulus-kirchengemeinde-tempelhof.de/zum-geleit/04-2011/zum-geleit</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Apr 2011 17:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dietrich Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zum Geleit]]></category>

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		<description><![CDATA[Lasst uns also nicht nur zu Pfingsten bitten: „O komm, du Geist der Wahrheit, und kehre bei uns ein, verbreite Licht und Klarheit, verbanne Trug und Schein.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Spruch f&#252;r den Monat Mai:<br />
<strong>Der Gott der Hoffnung aber erf&#252;lle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes. </strong>R&#246;mer 15, Vers 13 </p>
<p>Sehen Sie mit Freude und Frieden im Herzen auf unsere Kirche, auf unsere Gemeinde? Oder erscheint vor Ihren Augen eher ein Bild, wie  ein Bau, der offensichtlich kurz vor dem Zusammenbruch steht. Stellen Sie sich  einen  Menschen vor, bei dem noch die Kraft des Heiligen Geistes Hoffnung bewirkt,  der deshalb diesen (Heiligen) Geist – z.B. als Taube dargestellt – locken will. Locken, mit einem gro&#223;en Ballon, in dem ein gro&#223;es Plakat mit einer Taube h&#228;ngt, dass er den reparaturbed&#252;rftigen Bau, die Gemeinde, die vielleicht ebenfalls nicht gerade heil und wunderbar erscheint, rettet. Ob das wohl durch einen Luftballon und einen Wegweiser gelingt?<br />
Sie werden sich kaum wundern, wenn ich da meine Zweifel anmelde. Der Heilige Geist weht bekanntlich, wo er will. Durch Wegweiser in Plakatform l&#228;sst er sich nicht in eine Richtung zwingen. Damit die Kraft Heiligen Geistes ankommen und wirken kann, sind Gebete und daf&#252;r offene Menschen n&#246;tig.<br />
Eine Gemeinde, erf&#252;llt von Freude, Frieden und Hoffnung – keine sauert&#246;pfischen und abweisenden Gesichter, keine Streitereien, niemand, der sagt: Hat ja doch alles keinen Sinn.<br />
Lasst uns also nicht nur zu Pfingsten bitten: „O komm, du Geist der Wahrheit, und kehre bei uns ein, verbreite Licht und Klarheit, verbanne Trug und Schein.“<br />
In diesem Sinne auf ganz viel Begeisterung hofft nicht nur zu Pfingsten</p>
<p>Pfarrerin Birgit Gerritzmann</p>
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		<title>Naturkatastrophen – Gottes unbegreiflicher Wille</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Apr 2011 15:52:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dietrich Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zum Geleit]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei allem Erschrecken – versuchen wir, es voller Ehrfurcht zu akzeptieren, und auch den Lobpreis Gottes, umfassend mit allen seinen Werken, wie er so einmalig durch den heiligen Franziskus in seinem Sonnengesang ausgesprochen wird, zu bedenken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und wieder hat es gewaltig gekracht. Ganze Stadtviertel wurden zerst&#246;rt. Viele Tote und Verletzte sind zu beklagen, wenn auch nicht gar so extrem wie im Vorjahr in Haiti. Hilflos steht der Mensch bestimmten Naturge-walten wie Erdbeben , Vulkanausbr&#252;chen, Flutkatastrophen gegen&#252;ber, die, im Laufe von Jahrtausenden und Jahrmillionen aneinandergereiht, das Oberfl&#228;chenprofil unserer Erde St&#252;ck f&#252;r St&#252;ck ver&#228;ndern, bis dahin, dass durch die Bewegung der Erdplatten auch die Lage der Kontinente sich allm&#228;hlich ver&#228;ndert.</p>
<p>Es mag ein sehr simples Erkl&#228;rungsmuster sein, das mir dazu oft durch den Kopf geht: Gott, der Sch&#246;pfer, ver&#228;ndert oder korrigiert st&#228;ndig seine so wunderbare Sch&#246;pfung. Bildlich und salopp gesprochen: Ein Zucken in seinen Fingern, ein Zusammenballen der g&#246;ttlichen Hand, und wieder explodiert ein Vulkan, oder Erdspalten brechen zusammen, Gebirge heben oder senken sich – messbar mit modernsten technischen Ger&#228;ten.</p>
<p>Gott ist die Liebe, Gott liebt die Menschen. Wie ein dicker roter Faden zieht sich diese Aussage durch die biblischen Schriften und wird immer wieder aufs Neue verk&#252;ndet. Und hier genau setzt ein Problem ein, das, soweit ich zur&#252;ckdenken kann, in Predigten eher zur&#252;ckhaltend &#252;bergangen wird. Wo ist die Liebe Gottes zu seiner Sch&#246;pfung, zu Mensch und Tier und Pflanzenwelt gleicherma&#223;en, wenn h&#228;ufig so viele Opfer, so viele Zerst&#246;-rungen mit diesem Umformen der Sch&#246;pfung, wie oben erw&#228;hnt, verbunden sind, Jahr f&#252;r Jahr seit Beginn der Zeiten?</p>
<p>Uns ist die Einsicht in den g&#246;ttlichen Sch&#246;pfungsplan nicht gegeben. Der g&#246;ttliche Wille, der mit der Ver&#228;nderung auch das Zerst&#246;rerische umfasst, ist f&#252;r uns unergr&#252;ndlich. Die g&#246;ttliche Weisheit &#252;bersteigt unser menschliches Denkverm&#246;gen.</p>
<p>Bei allem Erschrecken – versuchen wir, es voller Ehrfurcht zu akzeptieren, und auch den Lobpreis Gottes, umfassend mit allen seinen Werken, wie er so einmalig durch den heiligen Franziskus in seinem Sonnengesang ausgesprochen wird, zu bedenken.</p>
<p>Dieter Fiedler</p>
<p>Anmerkung der Gemeindebrief-Redaktion: Dieser Beitrag ging vor den Katastrophenmeldungen aus Japan ein!</p>
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		<title>Zum Geleit in der Adventszeit</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Dec 2010 14:55:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dietrich Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zum Geleit]]></category>

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		<description><![CDATA[„Lass dich nicht vom B&#246;sen &#252;berwinden, sondern &#252;berwinde das B&#246;se mit Gutem.“ (R&#246;mer 12,21) ist die Losung f&#252;r das Jahr 2011. Ein Vers, der beliebt ist zur Taufe und zur Konfirmation, ein Vers, den ich selbst sehr mag. Wer sollte nicht gern das B&#246;se mit Gutem &#252;berwinden wollen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Lass dich nicht vom B&#246;sen &#252;berwinden,<br />
 sondern &#252;berwinde das B&#246;se mit Gutem.“ (R&#246;mer 12,21)</p>
<p>So lautet die Losung f&#252;r das Jahr 2011. Ein Vers, der beliebt ist zur Taufe und zur Konfirmation, ein Vers, den ich selbst sehr mag. Wer sollte nicht gern das B&#246;se mit Gutem &#252;berwinden wollen? Nur – geht das in der Realit&#228;t? Muss da nicht B&#246;ses mit B&#246;sem vergolten werden, Gewalt mit Gegengewalt?<br />
 Ich gestehe, ich bin da in einer Zwickm&#252;hle. Da ist die Frau, die von ihrem Mann geschlagen wird. Wie sollte sie wohl das B&#246;se mit Gutem &#252;berwinden? Da ist doch zu bef&#252;rchten, dass das B&#246;se, die Gewalt, eher noch zunimmt. Und wie bitte sollte der b&#246;se Terrorist, der Menschen t&#246;ten will, durch Gutes &#252;berwunden werden? Das zu versuchen mutet reichlich naiv an.<br />
 Paulus fordert in Anlehnung an 5. Mose 32,35 und Spr&#252;che 25,21f in den Versen davor: „Die Rache liegt in Gottes H&#228;nden, ich werde alles Unrecht vergelten, spricht Gott. Wenn dein Gegner hungert, gib ihm etwas zu essen. Wenn deine Feindin Durst leidet, gib ihr zu trinken. Ein solches Verhalten h&#228;uft gl&#252;hende Kohlen auf ihrem Kopf auf.“<br />
 Das klingt gut, das erinnert an die Bergpredigt. Liebe deine Feinde. Doch was macht die Sch&#252;lerin, die im Alltag von anderen auf dem Schulhof schikaniert wird? Was macht die Person, die von jemandem bei der Arbeit unbarmherzig gemobbt wird? Die andere Wange hinhalten? Ist dadurch das B&#246;se zu &#252;berwinden?<br />
 Wer B&#246;ses mit Gutem &#252;berwinden will, der macht sich selbst zum Opfer – das sehen sicher viele so. Wenn dieser Vers dennoch so beliebt ist, dann finde ich darin die gro&#223;e Sehnsucht von uns allen, dass es anders sein sollte. Irgendwie ist uns allen ja auch klar, dass es falsch ist, B&#246;ses mit B&#246;sem zu vergelten, dass wir dadurch selbst b&#246;se werden. Schikane auf dem Schulhof mit Schikane zu beantworten, Mobbing mit Mobbing zu vergelten, bringt keine L&#246;sung. Denn dann lassen wir uns wirklich von B&#246;sen &#252;berwinden, geben dem B&#246;sen Raum in uns selbst. Nicht Gleiches mit Gleichem vergelten – jedenfalls dann nicht, wenn es b&#246;se ist!<br />
 Schlaffe und blutleere christliche Ethik? Nein! Der einzig gangbare und vern&#252;nftige Weg. Ich w&#252;nsche uns allen Gottes Hilfe dazu, ihn m&#246;glichst oft im neuen Jahr gehen zu k&#246;nnen. In diesem Sinne w&#252;nscht Ihnen Gottes Segen f&#252;r das neue Jahr</p>
<p>Ihre Pfarrerin Birgit Gerritzmann</p>
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		<title>Monatsspruch September</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 21:27:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dietrich Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zum Geleit]]></category>

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		<description><![CDATA[Monatsspruch f&#252;r September:
„Ein Mensch, der isst und trinkt und hat guten Mut bei allen seinen M&#252;hen, das ist eine Gabe Gottes.“
Prediger 3, Vers 13.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich die Worte „Zum Geleit“ schreibe, w&#228;hle ich in der Regel einen der beiden Monatsspr&#252;che. Das ist auch dieses Mal der Fall. Ausgesucht habe ich den Spruch f&#252;r den Monat September:<br />
 „Ein Mensch, der isst und trinkt und hat guten Mut bei allen seinen M&#252;hen, das ist eine Gabe Gottes.“<br />
 Prediger 3, Vers 13.</p>
<p>Ist Ihnen dieser Vers schon einmal begegnet? Vermutlich sind die Verse, die diesem vorausgehen, be-kannter: „Alles hat seine Zeit …“ Es folgen Beispiele f&#252;r diese Aussage. Nach einigen Betrachtungen &#252;ber die Zeit in Bezug auf Gott und die Menschen kommt der Verfasser in Vers 12 zu dem Schluss: „Da merkte ich, dass es unter ihnen (den Menschen) nichts Besseres gibt, als fr&#246;hlich zu sein und es gut zu haben im Leben.“ Es folgt der Vers mit unserem Monatsspruch: „Ein Mensch, der isst und trinkt und hat guten Mut bei allen seinen M&#252;hen, das ist eine Gabe Gottes.“</p>
<p>Wer darin einen Aufruf zum uneingeschr&#228;nkten Hedonismus, zum ausschlie&#223;lichen genie&#223;erischen Faulenzen sieht, &#252;bersieht das W&#246;rtchen „M&#252;hen“. Speis und Trank fallen nicht als gute Gaben Gottes vom Himmel. Der Mensch erlangt sie nicht m&#252;helos, sondern muss sich anstrengen, um genug zu essen und zu trinken zu haben.</p>
<p>Jede Kleing&#228;rtnerin und jeder Kleing&#228;rtner wei&#223;: „Wenn ich mich nicht um die Pflanzen und den Boden k&#252;mmere, dann bleibt die Ernte aus.“ Ohne Flei&#223; kein Preis! Wenn allerdings der Flei&#223; weder in den An-bau von Nahrungsmitteln noch in korrekt bezahlte Arbeit gesteckt werden kann, sondern aufgrund von Arbeitslosigkeit in die Jagd nach Sonderangeboten und das Anstehen bei „Laib &amp; Seele“ investiert werden muss, dann bekommt das Sprichwort einen bitteren Beigeschmack. Auf alle F&#228;lle aber gilt, dass wir nicht v&#246;llig m&#252;helos an unsere Nahrung kommen k&#246;nnen.</p>
<p>Die „M&#252;hen“ sind jedoch nicht der Dreh- und Angelpunkt des Verses. Es geht um das Essen und Trinken und besonders um den „guten Mut“, wie wir bei Luther lesen. Noch deutlicher wird es, wenn wir n&#228;her an dem hebr&#228;ischen Text bleiben: „Wo immer Menschen essen und trinken und in all ihren M&#252;hen Gutes wahrnehmen, ist das ein Geschenk Gottes.“</p>
<p>Wer Gutes wahrnehmen will, muss auch mal Pause machen. Wer nur in Hektik ist, stets dem Erfolg, dem Geld, dem Ansehen nachrennt, wer meint, ohne seinen st&#228;ndigen Aktionismus w&#252;rde alles zusammenbrechen, kann schwerlich Gutes wirklich wahrnehmen, kann kaum guten Mutes sein und gute Stimmung verbreiten.</p>
<p>Gutes wahrnehmen, guten Mutes sein – nicht nur in ein paar wenigen m&#252;hevoll freigeschaufelten Stunden oder auch nur Minuten, bei denen man schon fast das Gef&#252;hl hat, man habe sie gestohlen und solle eigentlich etwas „Sinnvolles“ tun. Gutes wahrnehmen, guten Mutes sein – nicht nur im Urlaub, sondern als Grundhaltung im Alltag.</p>
<p>Auch f&#252;r den Prediger ist das offensichtlich keine Selbstverst&#228;ndlichkeit, denn er bezeichnet das als eine Gabe, ein Geschenk Gottes. Dieses Geschenk sehe ich in der Aussage in zweierlei Hinsicht: Gutes wahrnehmen zu k&#246;nnen und guten Mutes zu sein als ein Geschenk Gottes. Aber auch beim Essen und Trinken z. B. einem Menschen zu begegnen, der so positiv eingestellt ist, kann ein Geschenk sein. Ein Geschenk, das ansteckt.</p>
<p>Sollten wir Geschenke nicht auspacken und benutzen statt sie unbeachtet in der Ecke verstauben zu lassen? Deswegen m&#246;chte ich den Rat von Reinhard Ellsel an Sie weitergeben:<br />
 Carpe diem – nutze den Tag!<br />
 &#220;berhaupt meine ich,<br />
 wir sollten bei allem Tun und Lassen<br />
 die Freude nicht vergessen<br />
 und wie Kinder fromm und fr&#246;hlich sein,<br />
 dass wir unseren Tag pfl&#252;cken<br />
 wie eine Kornblume im Getreidefeld.</p>
<p>In diesem Sinne w&#252;nscht Ihnen fr&#246;hliches Pfl&#252;cken<br />
 Ihre Birgit Gerritzmann</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Monatsspruch April</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 16:06:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dietrich Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zum Geleit]]></category>

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		<description><![CDATA[Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid.
(Epheser 1,18)Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid.
(Epheser 1,18)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid.<br />
(Epheser 1,18)</p>
<p>Erleuchtete Augen – Kinderaugen – leuchtend, hoffnungs- und vertrauensvoll. Erleuchtete Augen des Herzens.<br />
Erwachsene haben selten solche Augen. Seit der Kindheit haben sie, haben wir, Tage erlebt, die eher tr&#252;be waren. Tage, an denen wir uns ersch&#246;pft, traurig und m&#252;de f&#252;hlten. Da sind pers&#246;nliche Erlebnisse, da sind Bilder im Fernsehen von Erdbeben, von Tsunamis, von Krieg. Das alles verd&#252;stert den Blick.<br />
Wir m&#246;gen es nicht mehr sehen. Sehen wollten wir auch nicht mehr den Schnee, der in den ersten Monaten des Jahres das Stra&#223;enbild beherrschte. Sehen wollten wir auch nicht mehr den Dreck, der dann darunter zum Vorschein kam. Aber wir freuen uns, wenn dann ein St&#252;ck gr&#252;ne Wiese zum Vorschein kommt, wenn ein Sonnenstrahl die Wolkendecke durchbricht.<br />
Das alles sehen wir erfreut oder weniger erfreut mit den Augen in unserem Kopf. Was aber sehen wir mit den erleuchteten Augen des Herzens? Anscheinend etwas, das f&#252;r die anderen Augen nicht so offensichtlich ist.<br />
Nur die erleuchteten Augen des Herzens k&#246;nnen das sehen. Sie geh&#246;ren zusammen mit dem „Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn (Gott) zu erkennen“ (Epheser 1,17).<br />
Die Hoffnung, um die es geht, ist enorm. Ich zitiere aus einer Bibel in heutigem Deutsch die Verse 18b – 20: „Er lasse euch erkennen, wie reich er euch beschenken will und zu welcher Herrlichkeit er euch in der Gemeinschaft der heiligen Engel bestimmt hat. Ihr sollt begreifen, wie &#252;berw&#228;ltigend gro&#223; die Kraft ist, mit der er an uns, den Glaubenden, wirkt. Es ist dieselbe gewaltige Kraft, mit der er an Christus gewirkt hat, als er ihn von den Toten auferweckte und in der himmlischen Welt an seine rechte Seite setzte.“<br />
Also: die Hoffnung, die wir mit den erleuchteten Augen der Herzen erkennen k&#246;nnen, ist keine geringere als die, die uns auf diese ungeheure g&#246;ttliche Kraft hoffen l&#228;sst. Kann es eine gr&#246;&#223;ere Hoffnung geben?<br />
Mit dieser – rhetorischen – Frage gr&#252;&#223;t Sie herzlichIhre</p>
<p>Pfarrerin  Birgit Gerritzmann</p>
]]></content:encoded>
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