Zu Fragen und möglichen Unterstützungen bei Beerdigungen können Ihnen vielleicht folgende Hinweise weiterhelfen:
“Je schöner und voller die Erinnerung,
desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.”
Dietrich Bonhoeffer
Die traditionelle Bestattungsform ist die Erdbestattung. Sie findet unmittelbar im Anschluss an die Trauerfeier statt. Am Grab betet die Gemeinde das “Vater Unser” und empfängt den Segen Gottes. Danach hat jeder Trauergast die Möglichkeit, am Grab unmittelbar Abschied zu nehmen. Hierzu gehört der Brauch, drei Handvoll Erde in das Grab zu werfen.
“Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub”, sind die Worte, die uns hierbei an unsere eigene Vergänglichkeit erinnern.
Gleichzeitig erinnert uns die Dreizahl beim Erdwurf an den dreieinigen Gott “Vater, Sohn und Heiliger Geist”, der durch die Auferstehung Leiden und Tod überwunden hat. Ein freundliches Wort oder ein stilles Zeichen der Nähe hilft den Angehörigen am Grab, die Trauer zu tragen.
Die Friedhöfe in Berlin bieten für Erdbestattungen verschiedene Grabformen an. Die Grabpflege kann durch Mitarbeiter des Friedhofes oder von einem beauftragen Gartenbaubetrieb übernommen werden. Eine besonders pflegeleichte Form des Grabes ist das Rasengrab. Auf der Grabstelle wird Rasen eingesät und eien schlichte Grabplatte eingelassen. Diese Grabpflege übernimmt üblicherweise der Friedhof.
Informationen zu Gräbern, deren Pflege und Gebühren auf landeseigenen Friedhöfen erhalten Sie beim
Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin
Abt. Bauwesen
Amt für Natur und Umwelt
FB Natur
Manteuffelstraße 63, 12103 Berlin
Nat 1 – Herr Weiland
Tel.: 030 7560-3740
Neben der Erdbestattung gibt es auf den meisten Friedhöfen die Möglichkeit der Urnenbestattung. Sie findet nach der Einäscherung, also nicht unmittelbar nach der Trauerfeier statt. Unsere Pfarrerin und unser Pfarrer gestalten die Urnenbeisetzung auf Wunsch gern auch mit Ihnen als den Angehörigen.
Auf den Berliner Friedhöfen gibt es verschiedene Arten von Urnengräbern (Wahlgräber, Reihengräber, Gräber im Heidefeld). Urnengräber bekommen einen Grabstein oder eine Grabplatte. Andere werden mit einer Nummer versehen. An ihr kann die Grabstelle eines Verstorbenen erkannt werden.
Da anonyme Bestattungen dem christlichen Selbstverständnis widersprechen, nach welchem Trauer einen Ort braucht und die Menschenwürde allezeit aufrecht zu erhalten ist, zu der außer dem eigenen Namen auch ein erkennbarer Ort gehört und durch den Tod nicht aufgehoben wird, ist für diese Bestattungsform unbedingt ein klärendes Gespräch, in dem wichtige Bedingungen eingehend besprochen werden, unbedingt erforderlich.
Auf manchen Berliner Friedhöfen gibt es ein Gräberfeld für Kinder, die nicht lebend geboren wurden. Hier werden Frühgeborene im Rahmen einer christlichen Trauerfeier beigesetzt, die dem Gesetz nach nicht bestattungspflichtig sind.
Auch gibt es auf Berliner Friedhöfen die Möglichkeit Bestattungen für Angehörige anderer Religionen nach ihrem Ritus durchzuführen, soweit dieses nach deutschen Recht erlaubt ist.
Andere Bestattungsformen wie z.B. Seebestattung (als Urnenbestattung), besprechen Sie bitte mit einem Bestatter.
Alle Fragen zu Bererdigungen und Trauerfeiern beantworten unsere Pfarrerin und unser Pfarrer
Termine verabreden Sie über unser Gemeindebüro.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Anmeldung zum Beerdigungsgespräch
Fürchte dich nicht, denn ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.
(Jesaja 43.1)