Samstag, den 11. Juni 2011,
vor 11 Monaten, 1 Woche
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Herfurth - Schmidt schrieb am 17. Juli 2011 um 16:40 Uhr:
Wie stets in den letzten zwei Jahren, war die GV auch diesmal gut besucht. Wir erfuhren, Dank des Moderators in relativ gelassener Athmosphäre, eine Menge über unsere Räumlichkeiten in Paulus I und Paulus II. In der Götzstraße ist der verkleinerte Kirchraum nahezu fertig. Und ich muss sagen, ich bin entsetzt. Saß man früher seitlich mit Blick auf den wunderschönen Außenbereich, so schaut man jetzt auf eine – offiziell muss man es wohl als dunkelbraun – metallic bezeichnen – gestrichene Spanholzwand. Mir kamen leider andere Assoziationen, undd so sieht es nach meiner bescheidenen Meinung auch aus. Diese Wand wirkt auf mich ausladend, als ob irgend jemand etwas dagegen hat, dass dort Gottesdienst gefeiert wird.
Aber kommen Sie und schauen Sie selbst.
Paulus I soll nach wie vor in ein Kinder- und Familien- Zentrum verwandelt werden.
Nach den bisher vorgestellten Plänen ist sicher:
Es gibt einen Proberaum für die Kantorei, allerdings wird dieser wesentlich kleiner sein als der kleine Saal. Wir werden also beim Singen im Winter Sauerstoffprobleme bekommen.
Ebenso sicher wird es keine Räume mehr für den Verein Kreuzweise geben. Das ist sehr zu bedauern, weil in den Räumen unter der Kirche bis zu 80 Bands geprobt haben. Bitte, wo sollen die jetzt hin? Ich hoffe, dass sich der Verein heftigst gegen diese Pläne wehrt!
Sicher ist wohl auch, dass der Parkplatz wegfällt. Dies wirft für Laib & Seele einige Probleme auf, die aber sonst niemand zu interessieren scheinen.
Total unsicher ist, wo wir alle landen, wenn gebaut wird. Es gab zwar die Ansage, dass uns die Gemeinde Judas – Thaddäus aufnehmen wird, aber die Räume sind teilweise vermietet…
Unsicher war auch die Verwirklichung der Außenanlagen für die Kita, weil da noch Grund gekauft werden muss, aber noch nicht sicher ist, ob der überhaupt verkauft wird….
Ungeklärt ist nach wie vor die volle Finanzierung. Diese ist von einigen Unwägbarkeiten abhängig. Hier wurde mehr verwirrt als informiert. Ich hätte mir an dieser Stelle eine Übersicht über die Finanzierung gewünscht, denn sie geht uns alle an. Die Gemeinde ist dabei, sich mit mehreren Millionen zu verschulden. Darunter wird die Finanzierung von anderen Projekten zu leiden haben.
Auch hätte ich mir einen Plan B gewünscht um zu erfahren, was passiert, wenn die Finanzierung nicht funktioniert. Wie geht es dann weiter ? Gibt es eine Möglichkeit, unser Gemeindehaus durch bauliche Veränderung und intensivere Nutzung kostengünstiger zu bewirtschaften?
Immerhin leben wir in Berlin in Mitten alter Bausubstanz und denken trotz steigender Heizkosten nicht ernsthaft über den Abriss von Altbauten nach. Wir erleben höchstens Verbesserungen in der Isolierung, Einbau von modernen Fenstern und Solaranlagen. Ich wünsche mir, dass auch über die Begriffe Heimat der Gemeinde und Kontinuität der Gemeindearbeit nachgedacht wird.
Zuletzt haben wir dann noch erfahren, dass Hartmut Hochbaum die Gemeinde Ende Oktober 2011 verlässt. Die Pfarrstelle wird ausgeschrieben und wir werden im Jahr 2012 eine(n) neue(n) Pfarrer(in) haben. Ich wünsche den Verantwortlichen bei der Wahl Gottes Segen!