Freitag, den 27. August 2010,
vor 1 Jahr, 5 Monaten
Mach mir den Rosengarten!
Bereits im Zuge des Baus der Gartenstadt Neu-Tempelhof wurde der Parkring und an seiner östlichen Stelle am Ende des Rumeyplans ein Rosengarten angelegt. Die offizielle Bezeichnung war damals „Rosenplatz“, bald wurde er in der Bevölkerung wegen seiner Schönheit auch liebevoll als „Schmuckkästchen“ bezeichnet. Der Krieg und die Blockade West-Berlins führten dazu, dass der Rosengarten verwil-derte und in den fünfziger Jahren aus Geldmangel eingeebnet wurde. Fortan diente er als Hundeauslaufplatz.- Den Mitgliedern des Vereins Parkring blieb es vorbehalten, beim Bezirksamt die Wiederherstellung dieses historischen Kleinods anzuregen.
Nach vielen Gesprächen – auch mit der Denkmalschutzbehörde – legte dann die beauftragte Gartenbaufirma im Herbst 2009 nach historischen Vorlagen dort einen Rosengarten an, der sogar eine Bewässerungsanlage hat. Nicht alle Neu-Tempelhofer waren im Vorfeld mit diesem Vorhaben einverstanden. Neben durchaus sachlichen Einwänden (wer pflegt nach der Fertigstellung die Anlage?) gab es auf den Informationsveranstaltungen auch eine Menge irrationale und unsachliche Angriffe gegen den Verein Parkring und das Bezirksamt wegen dieses Projektes.- Wir wissen: Ein Rosengarten ist erst richtig fertig, wenn die Rosen zum ersten Mal richtig blühen. Und das tun sie seit Anfang Juni, ein Fest für Augen, Nasen und die Seele! Fast alle Rosen haben den harten Winter überstanden. Der Rosengarten wird gut angenommen, die Bänke finden ihre „Sitzenbleiber“. In den Buchsbaumeinfassungen sind einige braune Stellen sichtbar, ein Zeichen, dass nicht alle Pflanzen angewachsen sind. Sicherlich werden diese Bäumchen bald ausgewechselt werden.
Seit Juni dieses Jahres veranstaltet der Parkring e.V. an jedem dritten Sonntag im Monat während der Rosenblüte ein „Ständchen zur Rosenblüte“. Bei freiem Eintritt werden Musiker aus dem Kiez auftreten und klassische Musik in der historisch treu wiederhergestellten Anlage darbieten. Damit soll am Rumeyplan ein bisschen „Kurortatmosphäre“ geschaffen werden.
Die Anwohner sind zur Mitgestaltung des Programms eingeladen!- Der Parkring e. V. hat für die Anlage eine Pflegevereinbarung übernommen, ohne die das Projekt auch nicht realisiert worden wäre. Die Pflegegruppe wird durch einen Gartenfachberater und eine Gärtnerin angeleitet.
Alle Neu-Tempelhofer sind eingeladen, auch die Pflege des Gartens zu unterstützen. Hier kann man sicherlich auch den einen oder anderen Tip für den eigenen Garten erhalten. Die Pflegegruppe trifft sich jeweils einen Tag vor den musikalischen Darbietungen (samstags). Mit Handzetteln werden die Nachbarn daher nicht nur zu den kleinen Konzerten sondern auch zur Unterstützung der Pflegegruppe eingeladen.
Kontakt: www.parkringneutempelhof.de
Friedhelm Schmuck/Christoph Götz Parkring e.V.
(gelesen: 346 mal, heute: 6 mal, zuletzt: 6. Februar 12)

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