Gemeindeausflug am 6. September

Früh um acht, bei grauem Himmel startete ein mit fast 50 Personen voll besetzter Bus, der uns zunächst nach Ziesar (Zi-e-sar!)  brachte. Die tausendjährige Burg enthält auch eine erst vor wenigen Monaten eröffnete Kapelle, prächtige farbige Malereien haben die vielen Jahrhunderte teilweise überstanden.

Nach einer kurzen Andacht und sachkundigen Erklärungen ging es schnell weiter; über das weite Elbtal sah man von Weitem die Türme der gotischen Stephanskirche – von Tangermünde aber erst gab es ein von allen gelobtes Essen. Der Weg zur Kirche führt durch die Altstadt, vorbei an liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern; vor langer Zeit blieben sie erhalten, weil für Neubauten das Geld fehlte! Versehen mit Literatur zur Erklärung bewunderten wir die riesige Kirche mit barocker Kanzel und Altar, imposanter Orgel und schönem altem Chorgestühl. Bedauern darüber, hier nicht länger verweilen zu können, lässt manche weitere Besuche vormerken.

Nun aber erwartete uns eine Führung durch das ehemalige Kloster Jerichow. Wir erfuhren, dass der Name der Stadt nichts mit dem biblischen Ort zu tun hat, sondern wendischen(?) Ursprungs ist und so etwas wie “starker Schutz” bedeutet, denn Jerichow hat auch eine uralte Burg. Der Führer hätte uns, konnte man meinen, die Geschichte jeder Säule, jedes Ornaments, jeder Einzelheit des weiten, stillen Kreuzgangs, der riesigen, gerade wegen ihrer  kargen Einfachheit überwältigenden Klosterkirche erzählen können; auch hier wird man ein zweites Mal hinfahren müssen….

Zum Kaffee im Klostergarten mit lehrreichem Kräutergarten lachte uns sogar die Sonne. Schön, doch auch ohne Sonne wären wir beglückt und voller Erinnerungen zurückgekehrt.

Dank an Pfarrer Hartmut und Christiane Hochbaum für Planung und Begleitung!

Viele freuen sich schon auf den nächsten – 8. ( ! ) Gemeindeausflug.


Dorothea Klasse



Die folgende kleine Bildergalerie gibt einen Eindruck wieder.

Dietrich Müller

(gelesen: 946 mal, heute: 5 mal, zuletzt: 6. Februar 12)

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