Der Segen Abrahams

Mit Ablauf des Monats November ist nun auch mein Studienurlaub beendet. Es waren drei Monate, in denen ich mich im Wesentlichen von der gemeindlichen Arbeit fernhielt, um an meinem selbstgewählten Thema zu arbeiten:  Der Segen Abrahams – ein Beitrag zur abrahamischen Ökumene. Was sich dahinter verbirgt? Ich habe mich damit beschäftigt, ob es möglich und machbar ist, dass die drei Schriftreligionen Judentum- – Christentum – Islam – auf Grund der gemeinsamen Basis Abraham (Abraham spielt in den drei Religionen eine, wenn auch unterschiedlich gewichtete, entscheidende Rolle) einen sinnvollen Dialog ‚über Grenzen hinweg’ führen oder sich gar in einem sog. Trialog zusammenfinden können. Dabei galt es, neben sprachlichen Vergleichen auch theologischen Fragen nachzugehen, z.B. noch einmal die unterschiedlichen Gottesvorstellungen zu betrachten, die Bedeutung Muhammads für das islamische Abrahamsbild zu beleuchten und die verschiedenen Abrahamstypologien zu vergleichen und letztendlich daraus für das interreligiöse Gespräch die entsprechenden Schlussfolgerungen zu ziehen.
Sicherlich war das Thema weniger ‚gemeindepraktisch’ angelegt; aber es sollte eben ein – auch von der Landeskirche deutlich unterstützter – Beitrag zu einer Diskussion sein, die nicht nur zu einer Standortbestimmung der christlichen Kirche im interreligiösen Gespräch beiträgt, sondern auch gesellschaftliche und politische Bedeutung hat. Dabei will ich aber auch anmerken: Die Arbeit konnte tatsächlich nur ein Beitrag zur Diskussion sein, da das Thema insgesamt breit gefächert diskutiert wird und Positionen ganz unterschiedlicher Art erkennen lässt.
Nun aber bin ich wieder da und freue mich, mit Ihnen nicht nur in ein neues Kirchenjahr zu gehen, sondern in gewohnter Weise wieder ganz für Sie da sein zu können. Ich freue mich auf Sie und auf jede Begegnung mit Ihnen, Ihr

Hartmut Hochbaum

Dietrich Müller

(gelesen: 281 mal, heute: 2 mal, zuletzt: 3. Februar 12)

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