Sonntag, den 13. Dezember 2009,
vor 2 Jahren, 1 Monat
Kinder- und Familienzentrum Paulus Tempelhof
Ein neues Gemeindehaus? Ein umzubauendes Gemeindehaus?
Unser Gemeindehaus im Badener Ring 23 ist in die Jahre gekommen. 1959 wurde es gebaut und war für damalige Verhältnisse optimal und entsprach den Gegebenheiten und Erwartungen der Gemeinde im höchsten Maße. Doch mit den Jahren sind die Kosten für die Unterhaltung des großen Hauses gestiegen und die Auslastung der vielen Räume entspricht nicht in jedem Fall der notwendigen Wirtschaftlichkeit. Und da auch die Gebäudekosten für die Kindertagesstätte unserer Gemeinde seit Jahren steigen, hat sich der Gemeindekirchenrat – wie schon mehrmals berichtet – dazu entschlossen, einen entscheidenden Schritt der Veränderung zu gehen, und sowohl Kindertagesstätte als auch Gemeindehaus in einem neuen Gebäude zusammenzuführen. Ob dieses ‚neue Gebäude’ ein umzubauendes Gemeindehaus ist oder ein Neubau, hängt von den Gesamtkosten ab.
Seit September ist ein Arbeitskreis aus Mitarbeitern der Gemeinde, des Gemeindekirchenrats und des Planungsbüros ‚Phase 1’ damit beschäftigt, die Möglichkeiten für ein umzubauendes/neues Gemeindehaus incl. Kita zu prüfen und dem Gemeindekirchenrat Empfehlungen zu unterbreiten. Inzwischen hat auch eine Auswahl von Architektenbüros stattgefunden, die – sobald der Gemeindekirchenrat im Dezember entschieden hat – auf der Grundlage der Finanzmittel der Gemeinde Entwürfe einreichen werden, von denen dann ein Entwurf nach einer Auswahl durch eine unabhängige Jury zum Zuge kommt; dies könnte in den ersten Monaten des neuen Jahres geschehen. Wir werden darüber berichten.
Solch eine Entscheidung, wie sie jetzt durch den Gemeindekirchenrat initiiert wurde und vor ihrer Umsetzung steht, ist gewaltig. Sie braucht die Unterstützung der Gemeinde und sie hängt an einer großen Summe Geld. Die kritischen Fragen, die schon jetzt hier und da zu hören sind, ob man sich denn in dieser angespannten finanziellen Situation überhaupt solch ein gewaltiges Projekt leisten könne, verhallen nicht ungehört. Doch es sind folgende Gründe, die das ‚Projekt Gemeindehaus’ realistisch machen:
1. Beide Gebäude – Gemeindehaus und Kindertagesstätte – werden hinsichtlich ihrer Unterhaltung dauerhaft zu teuer; nur eine Zusammenführung kann mittel- und längerfristig Kosten optimieren,
2. Die Instandsetzungs- und Instandhaltungskosten des jetzigen Gemeindehauses
übersteigen schon heute mehr als das 3-fache, was wir jährlich an Baumitteln zur Verfügung haben; das Gebäude bedarf ohnehin einer dringenden Sanierung.
3. Die bestehenden Räume des Gemeindehauses werden nicht optimal genutzt;
eine Raumanalyse über einen längeren Zeitraum hat gezeigt, dass die Belegung der Räume im Verhältnis zum Leerstand 1:3 beträgt, d.h. die Unterhaltungskosten übersteigen hier bei Weitem die tatsächliche Nutzung.
4. Mit einem umzubauenden/neuen Gemeindehaus soll auch eine Antwort auf ein vielleicht neues Gemeindekonzept gegeben werden, d.h., was ist heute wichtig, dass wir es in der Gemeinde anbieten und welche Räume sind dafür notwendig.
5. Kita und Gemeindehaus in einem: Das bündelt nicht nur Finanzen und eine sich gegenseitig besser bedingende Raumnutzung, sondern unterstreicht auch einen neuen Weg, auf den wir uns begeben wollen; Gemeinde, das sind die Jüngsten, das sind die Familien, das sind die vielen Menschen quer durch alle
Generationen – in einem Haus.
Bitte unterstützen Sie das neue Projekt wohlwollend. Wir werden ganz gewiss nicht ohne umfangreiche finanzielle Unterstützung bzw. Hilfe der Gemeinde, der ortsansässigen Firmen und Gewerbetreibenden, öffentlicher Mittel und anderer Sponsoren das Projekt ‚stemmen’ können. Die Mittel, die durch die letzte Spendenaktion für die Kitas zusammengekommen sind, gehen bereits in das neue Projekt ein. Lassen Sie uns gemeinsam und zuversichtlich das neue Vorhaben angehen. Wir werden gerne weiter informieren.
Hartmut Hochbaum
(gelesen: 365 mal, heute: 2 mal, zuletzt: 3. Februar 12)

Kommentar schreiben!
Kommentare sind ein wichtiger und hoch willkommener Bestandteil unserer Homepage, der vor Missbrauch geschützt werden muss.
Deshalb gibt es einige Regeln zu beachten!