Monatsspruch April

Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid.
(Epheser 1,18)

Erleuchtete Augen – Kinderaugen – leuchtend, hoffnungs- und vertrauensvoll. Erleuchtete Augen des Herzens.
Erwachsene haben selten solche Augen. Seit der Kindheit haben sie, haben wir, Tage erlebt, die eher trübe waren. Tage, an denen wir uns erschöpft, traurig und müde fühlten. Da sind persönliche Erlebnisse, da sind Bilder im Fernsehen von Erdbeben, von Tsunamis, von Krieg. Das alles verdüstert den Blick.
Wir mögen es nicht mehr sehen. Sehen wollten wir auch nicht mehr den Schnee, der in den ersten Monaten des Jahres das Straßenbild beherrschte. Sehen wollten wir auch nicht mehr den Dreck, der dann darunter zum Vorschein kam. Aber wir freuen uns, wenn dann ein Stück grüne Wiese zum Vorschein kommt, wenn ein Sonnenstrahl die Wolkendecke durchbricht.
Das alles sehen wir erfreut oder weniger erfreut mit den Augen in unserem Kopf. Was aber sehen wir mit den erleuchteten Augen des Herzens? Anscheinend etwas, das für die anderen Augen nicht so offensichtlich ist.
Nur die erleuchteten Augen des Herzens können das sehen. Sie gehören zusammen mit dem „Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn (Gott) zu erkennen“ (Epheser 1,17).
Die Hoffnung, um die es geht, ist enorm. Ich zitiere aus einer Bibel in heutigem Deutsch die Verse 18b – 20: „Er lasse euch erkennen, wie reich er euch beschenken will und zu welcher Herrlichkeit er euch in der Gemeinschaft der heiligen Engel bestimmt hat. Ihr sollt begreifen, wie überwältigend groß die Kraft ist, mit der er an uns, den Glaubenden, wirkt. Es ist dieselbe gewaltige Kraft, mit der er an Christus gewirkt hat, als er ihn von den Toten auferweckte und in der himmlischen Welt an seine rechte Seite setzte.“
Also: die Hoffnung, die wir mit den erleuchteten Augen der Herzen erkennen können, ist keine geringere als die, die uns auf diese ungeheure göttliche Kraft hoffen lässt. Kann es eine größere Hoffnung geben?
Mit dieser – rhetorischen – Frage grüßt Sie herzlichIhre

Pfarrerin  Birgit Gerritzmann

Dietrich Müller

(gelesen: 311 mal, heute: 5 mal, zuletzt: 6. Februar 12)

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