Rückblick: Du (über-) siehst mich

Veröffentlicht am So., 30. Apr. 2017 13:02 Uhr
Kirchenmusik
von Barbara Hannemann und mit einer Antwort von Pfarrerin Gerritzmann

Gedanken anlässlich des Winterkonzertes am 17.3.17.

Christoph Wilcken und Matthias Witting haben mit ihrem Konzert offensichtlich großes Interesse geweckt, denn die Kirche war rappelvoll, so voll, dass auch „il cantore“ noch beim Stühleschleppen helfen musste, damit alle Zuhörer einen Platz fanden.

Und dann begann das großartige Konzert, das ganz ungewöhnliche Hörerlebnisse bescherte. Am Schluss wollte der Applaus nicht enden, es gab noch eine Zugabe, und dann ….

Dann überreichte Christoph Wilcken Herrn Witting Blumen und sprach launige dankende Worte, und dann … nix.

Es gab niemanden, der Christoph Wilcken einen Dank ausgesprochen oder gar Blumen überreicht hätte, obwohl er doch auch den ganzen Abend, zwar sicher mit Freude, aber auch mit Konzentration und Anspannung „gearbeitet“ hatte. Wie schade!

Gibt es keinen „Hausherrn“, der z. B. bei der Einführung der restaurierten Orgel oder bei den Winterkonzerten die Rolle des Gastgebers übernimmt? Der die Zuhörer begrüßt, die Blumen besorgt und überreicht, die dankenden Schlussworte spricht? Brauchen wir dafür einen „Kulturbeauftragten“?

Soziale Fellpflege hält nicht nur auf dem Affenfelsen die Gemeinschaft zusammen!!

======

Offener Brief dazu:

Liebe Frau Hannemann,

ja, das Konzert war, wie ich bereits im letzten Gemeindebrief schrieb, wirklich beeindruckend! Und es war mir ausgesprochen unangenehm, dass wir nicht an Blumen für Christoph Wilcken gedacht hatten. Wenigstens gedankt habe ich ihm anschließend. Es war ja wirklich ein großes Projekt mit einem enormen Zeitaufwand.

Begrüßungen durch Pfarrpersonen hat sich unser Kantor nach schlechten Erfahrungen ausdrücklich verbeten. Über den Dank nach Konzerten könnte aber vielleicht noch einmal nachgedacht und gesprochen werden.

Herzliche Grüße, Pfn. Birgit Gerritzmann

Bildnachweise: