Noch keine Besetzung der zweiten Kantor*innenstelle in der Region Tempelhof

Veröffentlicht am Di., 27. Feb. 2018 19:17 Uhr
Kirchenmusik

Erklärung des Gemeinsamen Trägerausschusses für Kirchenmusik in der Region Tempelhof

von
Pfarrerin Ulrike Voigt und Pfarrerin Elisabeth Mayer für den Gemeinsamen Trägerausschuss für Kirchenmusik

Lange hatten wir auf diesen Tag hingearbeitet. Der Gemeinsame Trägerausschuss für Kirchenmusik in der Region Tempelhof hatte ein Stellenprofil für zwei Kantor*innenstellen für die Paulus-Kirchengemeinde Tempelhof und für die Gemeinde Alt-Tempelhof und Michael erarbeitet. Beide sind natürlich für den Orgeldienst in den verschiedenen Kirchen da. Eine der beiden Stellen ist seit Anfang 2016 mit Kantor Johann-Albrecht Michael besetzt, sie soll darüber hinaus die „traditionelle“ Kirchenmusik mit Erwachsenen abdecken.

Nun hatten wir auch die zweite Stelle ausgeschrieben, der oder die Neue soll vor allem mit Kindern und Jugendlichen singen und musizieren sowie Freude an und Ahnung von Popularmusik haben. 13 Bewerbungen sind eingegangen, einige Bewerber*innen erschienen uns sehr gut geeignet. Wir erstellten eine Art „Rangliste“ und luden die ersten vier ein sich vorzustellen.

Auf dem Weg zum Vorstellungstag sagten uns leider gerade diese Musiker*innen ab; weil sie gerade eine andere Stelle bekommen hatten oder aus anderen, persönlichen Gründen. Es rückten andere aus der Liste nach. Drei Frauen stellten sich schließlich vor: Sie stellten sich einem Gespräch mit einer großen Kommission und spielten in der Rundkirche Orgel, sie sangen mit der Gemeinde, mit einem Kinderchor und Jugendlichen. Viele Leute aus unseren Gemeinden hatten sich für diesen Tag Zeit oder sogar frei genommen und gaben ihre Meinung auf den vorbereiteten Bewertungsbögen ab. Es waren auch die Spezialisten aus der Landeskirche da, Landeskirchenmusikdirektor Prof. Dr. Kennel, Landessingwartin Ewald und der Beauftragte für Popularmusik, Jersak.

Die drei Frauen hatten alle ihre eigenen Begabungen und Vorlieben. Wir haben uns ein gutes Bild machen können, soweit das an so einem Tag möglich ist.

Am Ende des Tages, in der Stunde vor Mitternacht, nachdem wir alle Bewertungsbögen ausgewertet und alle Experten und Betroffenen gehört hatten, fällten wir eine schwere, und für uns alle auch enttäuschende, Entscheidung: Keine der drei Bewerberinnen war für das Profil unserer Stelle ausreichend geeignet.

Es ist schwer, Bewerberinnen wieder wegzuschicken, die gute Kirchenmusikerinnen sind. Aber wir waren uns am Ende einig, dass wir das Profil der Stelle wahren wollen; denn beiden Gemeinden ist es wichtig, dass musikalische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auf gutem Niveau passiert, und dass unsere Kirchenmusik Mozart, Bach und Brahms, aber auch Rock, Pop und Gospel kennt.

Wir danken Prof. Manfred Fabricius, der als Vorsitzender des Trägerausschusses für Kirchenmusik das ganze Verfahren vorbildlich und mit großem Einsatz geleitet hat. Er hat sich nun aus Altersgründen aus dem Trägerausschuss verabschiedet. Pfarrerin Mayer aus der Paulus-Kirchengemeinde ist zur neuen Vorsitzenden gewählt worden. Wir haben Vertretungsregelungen verabredet.

Nun werden wir noch einmal anfangen zu suchen und eine zweite Ausschreibung vorbereiten …

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