WINTERKONZERT: Trio ClariNova

WINTERKONZERT: Trio ClariNova

WINTERKONZERT: Trio ClariNova

# Aktuelles

WINTERKONZERT: Trio ClariNova

Ich dachte, ich könnte es mal kurz und knackig halten.

Schlagwörter für ein Winterkonzert wie: schön, abwechslungsreich, vollmundig, klangvoll kamen mir nämlich ziemlich schnell in den Sinn.

Doch dann bemerkte ich, so richtig kurz kann ich wohl doch nicht, weil es den Musiker*innen nicht gerecht wird. Die spielen einfach aus mehreren Epochen als sei es etwas Alltägliches. Mit sonoren tiefen Tönen lassen sie das Konzert beginnen.

Tomaso Albinoni hatte als Komponist keine Not, denn er erbte die Spielkartenherstellung seines Vaters, da konnte er sich etwas zurücklehnen und komponieren. Für mich hat seine Musik etwas bachisches. Vielleicht weil er tatsächlich zu ähnlicher Zeit lebte? Und danach kommt er auch schon, der Herr Bach. Interessant, dass seine Sinfonia II seine Schüler inspirieren sollte. Nach der ersten Pause hören wir ein Stück von Heiner Wiberny, eines Dozenten der weltweit agiert. „Ulla in Nordafrica“. Wer auch immer „Ulla“ gewesen ist, musikalisch ist sie selbstbewusst und durchsetzungsstark, aber auch sehr kurzweilig.

Dann kommt’s „Soweto sorrow“, welches ich während des Konzert mit einem Smiley (oh Pardon, einem Lach-emoji) auf meinem Zettel notiere. Ja, es berührt mich sehr, eine weite Landschaft taucht vor meinem inneren Auge auf. Wie ich zu dieser Annahme komme? Fragen können Sie gerne an meine Festplatte richten, aber ob Sie Antwort bekommen, entzieht sich meiner Kenntnis.

Black cat: eine Katze rennt über das Dach, dann wird es irgendwie wild. Was macht das Tier? Was sieht der Komponist? Ick wees et nich, aber  irgendwie witzig wars.

Mein selektives Gedächtnis meint, dass ich Ishmael schon einmal gehört habe, aber auch beim zweiten Mal erschließt mir nicht der Zusammenhang zwischen Titel und Musik.

Meine nächste Notiz ist wieder ein emoji…Marabu blue, jazzig, fetzig, fußwippend sitze ich da – genau mein Ding.

Das 3. Drittel des Trios aus 4 Epochen und 7 Instrumenten beginnt. Eine Mischung aus Jazz und Tango erwartet uns, modern und offen. Natürlich lassen wir das Trio nicht ohne Zugabe gehen. „The right time“, ich kann nur zustimmen, wir sind zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Aber gehen lassen wir euch – Sandrine Albrecht, Clemens Arndt und Antje Palowski - erst nach 2 Zugaben.

Eure Dagmar „Columna“ Suhr

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